Ursprung

Das 3.-4. Jahrhundert v. Chr. ist in Europa die Zeit der Hochkultur der Griechen, das Seidenbild aus dem Mawangdui Grab in Zentralchina, auf dem Übungen zum Leiten und Dehnen zu sehen sind ist aus der gleichen Zeit.

Verschiedene Quellen über Qigong Yangsheng

Im Laufe der Jahrhunderte haben sich viele chinesische Ärzte, Schriftsteller, Philosophen, Alchimisten mit der Lebenspflege zur Erhaltung der Gesundheit und der Erlangung der Unsterblichkeit befaßt und darüber geschrieben.

z.B.: Zhuangzi, Hua Tuo, Sun Simiao usw.

In dieser Zeit konnten sich nur bestimmte Schichten der Bevölkerung mit Lebenspflege und Selbstkultivierung beschäftigen: Eliten, wie Angehörige des Kaiserhauses, hohe Beamte oder von Hause aus Reiche, alle anderen Menschen mussten arbeiten und hatten keine Zeit und keine Kraft für solche Tätigkeiten.

Neuzeit

Ab den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts beschäftigte man sich im Geheimen wieder mehr mit dem alten Wissen über Körperbewegungen und Meditation und fasste es unter dem Begriff Qigong zusammen.

Die Kulturrevolution von 1966 bis 1976 betraf vor allem die Weltanschauung der Chinesen, das Kulturleben kommt zum Erliegen, die Beschäftigung mit sich selbst ist nicht gerne gesehen.

Nach der Öffnung Chinas verbreitet sich Qigong offiziell und es wird auch wissenschaftliche Forschung dazu betrieben. Es werden TCM Kliniken eröffnet.

Das Lehrsystem von Prof. Jiao Guorui

Das Lehrsystem basiert auf alten Schriften über Bewegungsübungen und Daoismus, die Prof. Jiao studiert hat. In seiner Kindheit und Jugend hatte er bei verschiedenen Meistern Qigong- und Kampfkunstunterricht.

Prof. Jiao kam in den 1980er Jahren zum ersten Mal nach Deutschland anläßlich der in München stattfindenden "Woche der chinesischen Medizin".

1997 gründete er zusammen mit deutschen Ärzten und Interessierten die Medizinische Gesellschaft für Qigong Yangsheng in Bonn.

Die Übungen zur Lebenspflege

eigene Übung

jeder übt selbst, zum Teil mit Anleitung

 

Kultivierung von Körper und Geist durch Nähren und Bewahren

Körperliche Übungen in Form von Sitzen in Stille, Atemübungen, Körperhaltungen

geistige Übungen in Form von gedanklicher Vorstellung, genießen von Kunst: Betrachten von Gemälden, Kalligrafie betreiben, Musik hören und selbst spielen bedeutet, die Lebensenergie zu nähren

Bewahren heißt, sich nicht allem aussetzen, nicht alles machen müssen, mit seiner Energie haushalten

Idealhaltungen:  leicht gebeugte Gelenke
 

 langsame, fließende Bewegungen

 

 Möglichkeit, im Sitzen zu üben

 

 natürliche Aufrichtung der Wirbelsäule

 

 aerober Übungsbereich (keine Verkrampfung vor Anstrengung)

 

Bandscheiben:
                      optimale Entlastung der Bandscheiben durch Beckenentspannung
Stehen im Lot:       
 Schwerpunkte der einzelnen Körperbereiche liegen auf einer         
 Belastungslinie
   die Wirbel sind aufeinander gestapelt
   Halteapparat wird beim Stehen entlastet
   Stehen auf beiden Beinen in hüftbreitem Abstand
Beugen des
Rumpfes:
 erfolgt mit geradem Rücken, nur soweit wie die Übenden können
   beim Bücken mit rundem Rücken werden die Vorderkanten der
 Bandscheiben übermässig belastet
Kopfhaltung:  das Kinn ist leicht zur Brust gezogen, damit der Nacken „aufgeht"
   verbunden mit einer Entspannung der Augen – der Blick 
 soll beim Üben „in die Ferne“ schweifen – kann der  Nacken
 entspannt werden